Ein Nachmittag auf der Olivenfarm in Kalamata

Natürlich durfte der Besuch einer Olivenfarm auf meiner kulinarischen Reise durch Griechenland nicht fehlen. Und natürlich musste es dann eine Farm in der berühmten Region von Kalamata sein. Also besuchte ich „Ben Olive Mill“ unweit von der Stadt Kalamata selbst.

Schon bei der Fahrt durch Griechenland sieht man unzählige Olivenbäume, jedoch nimmt die Zahl drastisch zu, sobald man auf der Halbinsel Peloponnes, insbesondere um Kalamata, unterwegs ist. Pavlos, von der „Ben Olive Mill“ (Parapougki 240 08), erklärte mir dann, dass in dieser Region um die 14 Millionen Olivenbäume wachsen und Kalamata um die 25% der Gesamtproduktion an Olivenöl in Griechenland ausmacht. Und das obwohl Kalamata nur eine Fläche von 5% der gesamten Anbaufläche von Olivenbäumen einnimmt. Der Grund für diese reichen Erträge ist das besonders milde Klima, welches sich durch milde aber regenreiche Wintermonate und heiße Sommer auszeichnet. Die Olivenbäume erhalten somit genug Kraft, um Blüten und dementsprechend Früchte zu bilden und werden im Sommer durch die hohen Temperaturen vor Käfern geschützt, da diese bei der Hitze nicht überlebensfähig sind. Somit können die Olivenbäume in Kalamata in Frieden wachsen und gedeihen und benötigen keinerlei chemische Behandlung. Das ist auch der Grund warum die „Ben Olive Mill“ nur bio-Öl von höchster Qualität produziert. Und es gibt den Farmern auch die Möglichkeit der Ruhe von Ostern bis zum 15. August jeden Jahres. Sie lassen die Bäume ihren Job tun und stören sie dabei nicht. Die Ernte ist dafür umso stressiger, da in der Verarbeitung der Oliven jede Stunde zählt. Die Bauern verbringen Tag und Nacht in der Mühle und verlassen den Ort wahrlich für mehrere Monate nicht. Die Oliven werden dabei entweder per Hand gepflückt (für Oliven, welche direkt verzehrt werden) oder aber es wird ein Netz unter den Bäumen ausgebreitet und die Äste geschüttelt (für Oliven, welche zu Öl weiterverarbeitet werden). Diese werden dann zur Mühle transportiert, wo zuerst Schmutz durch Gebläse und Wasser entfernt wird. Dann werden diese in einer Maschine zerquetscht, sodass ein Fruchtmus entsteht. Selbst die Kerne werden dadurch zerquetscht. Die anschließende Maschine trennt mit Hilfe von Zentrifugalkraft das Fruchtfleisch vom Öl, welches über ein Rohrsystem abgeleitet und dann gelagert wird. Dort wartet es dann auf die Abfüllung in Flaschen und den Verkauf. Das Fruchtmus hingegen wird zu Pellets gepresst und als Brennstoff für Heizungen verwendet.

Die „Ben Olive Mill“ produziert um die 120 Tonnen Olivenöl pro Jahr ausschließlich sehr hoher Qualität – also der Sorte „extra virgin“. Das bedeutet der Säuregehalt liegt unter 0,8% (nach internationalen Vorgaben) und hat in diesem Falle sogar nur um die 0,1%, welches es besonders mild und geschmackvoll macht. Damit gewannen sie sogar verschiedene Auszeichnungen! Und natürlich musste ich das Öl auch einmal probieren. Pavlos bereitete nicht nur ein Tasting des reinen Öls, sondern auch von ganzen Oliven, in Olivenöl eingelegtem Schweinefleisch und Käse vor. Und alles schmeckte fantastisch! Besonders das reine Olivenöl war klasse – ein butteries Mildes Öl, welches im Abgang würzig und spannend wurde! Man konnte die Qualität sogar nicht nur schmecken, sondern auch sehen und riechen. Rundum ein Erlebnis!

Nach der Verkostung lud mich Pavlos zu einem besonderen Ereignis ein und wir hatten ein Picknick inmitten der Olivenbäume mit allerhand Produkten der Region. Perfekt!

Lieben Dank an Pavlos für diesen tollen Nachmittag! Es macht meine kulinarische Rundreise durch Griechenland komplett.

(Beitrag enthält unbezahlte Werbung)

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