Eine kulinarische Reise durch Italien

Als ich vor Antritt meiner Reise die grobe Route für meine kulinarische Rundreise plante, musste Italien unweigerlich mit auf die Liste. Es gehört zu den europäischen Ländern, welches bekannt für seine Küche und Fülle an Spezialitäten ist. Also verbrachte ich fast drei Wochen in Mittel- und Norditalien und entdeckte so die ein oder andere Köstlichkeit. Auf gehts!

Ich kam morgens mit der Fähre in Brindisi aus Griechenland an und fuhr entlang der Küste nach Bari. Bereits dort warteten so schöne Küstenstädte mit italienischem Charme, sodass ich mich sofort wohlfülhlte. Am Ende des Tages besuchte ich eine Olivenfarm über „Agricamper Italia“, wo ich Letizia kennenlernte. Sie führt die Farm in der dritten Generation und führte mich auf dem imposanten Gut herum und erklärte mir die verschiedenen Herstellungsarten. Anschließend verkostete ich diverse Öle und war begeistert von den Produkten. Ein wirklich schöner Ort, auch um die Nacht mit dem Camper zu verbringen (mehr Infos unter www.agricamper-italia.com).

Am nächsten Tag machte ich mich früh auf den Wege nach Neapel, wo ich mich einmal durch die Stadt „aß“. Ich begann mit einem wirklich quirligen Straßenmarkt (Via Pignasecca 14, Neapel) auf dem sowohl an Ständen, als auch in Läden diverse Köstlichkeiten verkauft wurden. Ein wirklich buntes Treiben von Einheimischen, Besuchern und vor allem Motorrollern. Gleich amide Ecke befand sich „Casa Infante“ (Via Toledo 369, Neapel), wo ich die berühmten Sfogliatella probierte – ein Gebäck welches dem Rücken eines Hummer ähnelt und mit Creme gefüllt ist – wirklich guuut! Anschließend lief ich weiter durch die vielen schmalen Gassen der Stadt und hatte einen kleinen Mittagssnack im Muu Muuzzarella Lounge (Vico Il Alabardieri 7, Neapel), welcher ausschließlich Gerichte um den regionaltypischen Büffelmozzarella anbietet. Wirklich lecker!

Ich erkundete weiter die verschiedenen Stadtteile bis ich zum etwas außerhalb liegenden Cafe Ventimetriquadri (Via Gian Lorenzo Bernini 64, Neapel) ankam, welches als einziger Laden in Neapel Spezialitätenkaffee anbietet. Dort lernte ich Vincenzo kennen, welcher seine Passion für Kaffee mit mir teilte und mir meinen ersten Kaffee im Weinglas servierte – sehr fancy 🙂

Natürlich musste ich den Tag im berühmten Restaurant „L’Antica Pizzeria da Michele“ (Via Cesare Sersale 1, Neapel) beenden, in dem es die wohl beste Pizza Napoli gibt. Dort kehren nicht nur Touristen sondern auch Einheimische ein. Selbst Julia Roberts aß im Film „Eat.Pray.Love“ ihre Pizza hier!

Ab da an ging zu zweit weiter und wir fuhren weiter in den Norden in die Toskana, wo wir die erste Nacht in Montepulciano verbrachten. Dort kehrten wir nach einem Stadtspaziergang in der Weinbar „Opificio 16“ (Via di. S. Donato, Montepulciano) ein, welche regionale Weinzusammenstellungen anbietet, sodass jeder von uns drei Weine der Region verkosten konnte.

Am nächsten Tag haben wir uns Sienna angesehen und hatten einen tollen Mittagssnack in der Pretto Prosciutteria (Via dei Termini 4, Siena) – einen sehr authentischen Ort mit vielen Einheimischen. Sie stellen ihre eigenen Wurstspezialitäten und auch Pasta her. Der getrocknete Schinken war der Wahnsinn! Danach machten wir es den Italienern gleich und kehrten in einer Espressobar ein, in der wir einen schnellen Espresso und ein süßes (super leckeres) Teilchen echt im Stehen genossen (Nannini (Via di Citta, Sienna)).

Am darauffolgenden Tag erkundeten wir Florenz und machten als erstes Halt in örtlichen Markthalle (Piazza del Mercato Centrale, Via dell’Argento, Florenz). Es ist eine der größten Markthallen, die ich bisher sah und erstreckt sich über zwei Ebenen. Oben sind lauter Restaurants und bieten eine bunte Auswahl für einen kleinen Snack. Wir liefen jedoch weiter und schlenderten durch die Straßen, bis wir für ein zweites Frühstück im „Melaleuca bakery + bistrot“ (Lungarno delle Grazie 18, Florence) Halt machten. Ein sehr gemütliches und modernes Cafe mit tollen Gerichten und sogar Spezialitätenkaffee. Wir quatschten mit den Leuten und verliebten uns sofort in das kleine Cafe. Früh brachen wir wieder auf, um auf ein idyllisches Weingut in der Toskana zu fahren. Dort blieben wir über Agricamper Italia für eine Nacht und lernten am Abend Maria kennen. Sie führte uns durch das Gut und erklärte alles über den dort hergestellten Chianti Classico, welchen wir anschließend auch verkosteten. Wir lernten darüber hinaus noch viele hilfreiche Tipps, um gute Weine zu erkennen. Wir probierten diverse Chianti Classico und waren überrascht über die Unterschiede! Nach einer anschließenden entspannten Nacht, genossen wir einen schönen Sonnenaufgang über dem Weingut und waren traurig wieder fahren zu müssen Ein wirklich schöner Ort, auch um die Nacht mit dem Camper zu verbringen (mehr Infos unter www.agricamper-italia.com).

Wir fuhren weiter in den Norden, wo wir uns eine Parmesan-Farm ansehen wollten. Wir hatten dafür eine Tour und ein Tasting bei „Santa Rita Bio Caseificio Sociale 1964“ (Via Pompeano 2294, Serramazzoni), welche nicht nur Parmegiano Reggiani herstellten, sondern auch noch Milch von besonderen weißen Kühen dafür verwenden. Diese geben weitaus weniger Milch, welche dafür jedoch aromatischer und reichhaltiger ist. Wir testeten Käse mit einem Alter von 12, 24 und 126 (!) Monaten und waren begeistert von dem Erlebnis. Auch erhielten wir den Tipp, dass im Dorf nebenan die lokalen Großmütter Tortellini per Hand fertigen und ein Restaurant diese serviert. Natürlich ließen wir uns das nicht entgehen und genossen ein geselliges typisch italienisches Mittag (Antica Trattoria Dei Cacciatori, Piazza Amelio Tassoni, Pompeano). Sehr authentisch und unglaublich lecker!

Am nächsten Tage brachte ich meine Mami wieder zum Flughafen und fuhr weiter nach Verona, wo ich ein weiteres Cafe mit Spezialitätenkaffee entdeckte – „Steampower“ (Via Guglielmo Marconi, 10, Verona). Ein wirklich cooler Ort mit einem sehr nette Betreiber!

Mein letzter Stop war dann ein Weingut in der Nähe vom Gardasee, wo ich tatsächlich zwei Nächte mit dem Camper über Agricamper Italia verbrachte. Es war (wieder einmal) ein tolles Fleckchen Erde mit (wieder einmal) einer tollen Tour und (wieder einmal) leckeren Weinen. Das Gut ist im Familienbetrieb und stellt Rot-, Weißwein und Sekt her. Emilio, ein Sohn der Familie, führte mich herum und zeigte mir ihre tollen Produkte. Am Abend wurde ich dann von nahezu der ganzen Familie zum echten italienischen Essen mitgenommen un hatte damit einen tollen Abschluss für meine kulinarische Rundreise (mehr Infos unter www.agricamper-italia.com).

Ich empfehle euch eine Mitgliedschaft von „Agricamper Italia“, um viele authentische Farmen und Produzenten in Italien kennenzulernen. Man hat nicht nur schöne Stellplätze, sondern lernt auch das Land auf eine kulinarische Weise kennen.

Italien selbst ist auch absolut eine Reise wert… es gibt so viele Dinge zu sehen und zu probieren… Grazie Bella Italia!

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2 Kommentare

  1. Günter König
    2. Mai 2020 / 11:10 am

    Hallo,ist dein Kochbuch schon fertig und wo kann ich es bekommen ?

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