Und nun? 2 Jahre nach Beginn meiner kulinarischen Rundreise durch Europa

Es ist nun zwei Jahre her, dass ich meinen Camper ausgebaut und dann meine Rundreise durch Europa begonnen habe. Im März 2019 startete ich das Abenteuer und fuhr 40.000km durch 18 Länder Europas. Und jetzt? Ein kleiner Einblick in mein aktuelles Leben und darüber, wie die Reise mich veränderte.

Auf meiner Reise fuhr ich ein Jahr lang durch 18 Länder Europas… entlang von Küsten des Atlantiks, durch tiefen Schnee in Norwegen und auf Serpentinen durch die Berge Griechenlands. Ich machte 250 kulinarische Stops und besuchte farbenfrohe Märkte, begegnete so vielen inspirierenden Menschen, die ihre Leidenschaft zum Beruf machten und traf andere Vanlifer auf ihrer ganz eigenen Reise. Diese Zeit war sehr prägend und veränderte mich und meine Einstellung zum Leben. Zum einen erkannte ich den Wert von Momenten und Begegnungen aber auch den Wert des Lebens selbst. Ich achte seitdem sehr auf eine gesunde Work-Life-Balance und schätze die Menschen und Dinge in meinem Leben noch viel mehr. Auch haben Themen wie Geld und Karriere für mich einen anderen Stellenwert erhalten. Ich bin mit viel weniger Besitz sehr glücklich und sehe den wahren Reichtum in Menschen und Momenten. Diese Erkenntnis hat mich ebenfalls zu meinem derzeitigen Leben geführt. Seit vergangenem Jahr habe auch ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und röste seither Kaffee selbst. Dafür habe ich kurz nach meiner Reise ein Intensivpraktikum bei einer Hamburger Rösterei gemacht und in den folgenden Monaten mein eigenes Business aufgebaut. Seit Dezember verkaufe ich den handgerösteten Spezialitätenkaffee online und bin derzeit am Ausbau meiner eigenen kleinen Kaffeebar. Damit erfülle ich mir einen großen Lebenstraum und ich kann die Eröffnung kaum abwarten. Glücklicherweise ist es nur eine kleine Kaffeebar mit Coffee2Go-Geschäft, welche ich auch unabhängig der pandemischen Lage eröffnen kann. Es macht mir unglaublich Spaß mein eigenes kleines Unternehmen zu führen, eng mit den Menschen in Verbindung zu sein und ein so schönes Produkt, wie Kaffee es ist, selbst herzustellen. Ich habe mein Kleinunternehmen „fika.“ genannt, welches gemäß schwedischer Namensherkunft Auszeitmomente mit guten Freunden und Familie bei einer Tasse Kaffee beschreibt. Die Idee dazu kam mir auf meiner Reise in Schweden und auch meine Leidenschaft für Kaffee entdeckte ich in Skandinavien. Der Name hätte daher nicht passender sein können und erinnert mich immer wieder an meine Reise. Mehr unter www.fika-collectmoments.de

Mein derzeitiges Leben hätte ich ohne meine Reise so nicht gestaltet. Die Reise ließ mich erkennen, wie wertvoll das Leben und wie wichtig das Verfolgen der eigenen Träume ist. Wenn ich meinen jetzigen Lebensstil mit jenem vor meiner Reise vergleiche, habe ich doch einen ganz anderen aber viel erfüllteren Weg eingeschlagen. Ich habe zwar wesentlich weniger Geld und weniger Sicherheiten, aber ich fühle mich reicher. Ich bin an einem schönen Ort in dem ich meiner Leidenschaft nachgehen kann. Ich stehe jeden Morgen gerne auf und bin so dankbar für die Menschen und Dinge, die auf mich warten.

Und mein Spencer? Der steht brav unweit meiner Wohnung und wird für kleinere Touren und Auszeiten gesattelt. Wenn die Lage es wieder zulässt, sind auch weitere Touren wieder geplant.

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