Der Omnia Ofen im Test

Endlich teste ich einmal den Omina Ofen. Es wurde auch aus mindestens zwei Gründen langsam mal Zeit – zum einen bin ich derzeit in Schweden – der Geburtsstätte des Omina Ofens. Und zum anderen habe ich schon so viel positive Resonanz von anderen Vanlifern erhalten, dass ich neugierig wurde. Ich bin gespannt, ob es eine Bereicherung für meine Vanküche darstellen wird.


Normalerweise nutze ich natürlich meinen fest verbauten Ofen von Dometic, welchen ich niemals missen möchte. Jedoch braucht man für dessen Benutzung auch etwas Erfahrung, da mir anfangs das Essen im hinteren Bereich (wo die Gasflamme verbaut ist) anzubrennen drohte, während im vorderen Bereich alles normal gegart war. Es dauert etwas bis ich den Dreh raushatte. Auch braucht der Ofen eine kleine Weile bis er heiß geworden ist. Vielleicht kann der Omnia Ofen da mehr – ich bin gespannt!

Daher habe ich mich entschieden zwei meiner Rezepte mit dem Omnia Ofen zu machen, obwohl ich normalerweise meinen normalen Ofen dafür genommen hätte und das Ergebnis daher kenne. Ich habe mich für ein herzhaftes Gericht und ein Backrezept entschieden, um ein komplettes Bild von der Leistung des Omnia-Ofens zu erhalten. Ich habe dafür den Omnia-Ofen selbst und die Silikonform näher in Augenschein genommen.

Also begann ich mit meiner mexikanischen Lasagne, welche mir so super geeignet erschien, da die Tortillas mit ihrer runden Form natürlich perfekt für den ebenfalls runden Omnia Ofen passen. Ich habe also eine gute Portion Chili con Carne mit Mais und Kidneybohnen gekocht und schichte dieses nun abwechselnd mit den Tortillas im Omnia Ofen. Dafür habe ich die Ofenform vorher als Vorlage genommen, um die Tortillas entsprechend zuzuschneiden. Am Ende habe ich etwas Creme Fraiche auf dem letzten Fladen verteilt und natürlich Käse drüber gestreut.

Normalerweise würde das für 25 Minuten in den normalen Ofen wandern. Jedoch machte ich nun den Herd an und platzierte den geschlossenen Omnia Ofen darauf. Schon nach wenigen Minuten hörte ich ein blubbern und simmern. Ich war überrascht, wie schnell das ging! Ich warf einen kurzen Blick hinein und war sehr froh die beiliegende Anweisung berücksichtigt zu haben, die Ofenform nicht bis zum Rand zu füllen. Denn sobald alles anfängt zu kochen, blubbert es ordentlich an den Rändern, sodass es sonst drohen würde rauszulaufen – und das würde eine unschöne Sauerei auf dem Herd geben. So köchelte alles gleichmäßig und der Käse begann schnell zu schmelzen. Bereits nach 15 Minuten wurden die Tortillafladen am Rand knusprig. Da ich nicht riskieren wollte, dass mir das Ganze von unten anbrennt, nahm ich die Lasagne vom Herd und schnitt das erste Stück an. Das Essen ließ sich super aus der Form heben und anrichten. Alles war schön durchgegart und es schmeckte super!

Auch nach dem Essen war der Omnia Ofen eine positive Offenbarung, denn die Silikonform ließ sich auch noch super reinigen. So weit, so gut!

Das zweite Rezept war für schwedische „Kanelbullar“ (Zimtwecken), welche eigentlich ein Kinderspiel für das schwedische Küchenutensil sein sollte.

Dafür knetete ich einen normalen Hefeteig und ließ diesen gehen. Dann rollte ich den Teig aus, bestrich ihn mit Zimtbutter und formte die typische Schnecken. Davon legte ich sechs in die Ofenform und beachtete auch dieses Mal, dass noch genügend Platz bis zum Rand blieb. Wenige Minuten später stellte sich heraus, dass das eine sehr gute Idee war. Binnen kurzer Zeit auf mittlerer Hitze war der Teig gut am aufgehen und backen. Schon nach 20 Minuten waren die Schnecken am Rande goldbraun und in der Mitte durchgebacken. Nach dem Abkühlen ließen sich die Kanelbullar problemlos aus der Silikonform lösen, sodass sogar kaum Rückstände für den Abwasch übrig blieben. Mit etwas Hagelzucker und Zuckerguss garniert waren die Zimtwecken der Knaller!

Schlussendlich muss ich sagen, dass ich vom Omnia-Ofen sehr überrascht war. Er verteilt die Hitze sehr gleichmäßig und vor allem sehr schnell. Garzeiten werden im Vergleich zum normalen Ofen durchaus verkürzt. Wobei das auch etwas die Herausforderung darstellt – hätte ich gewartet bis der Käse knusprig oder die Zimtwecken braun gebacken sind, wäre alles von unten angebrannt gewesen. Daher braucht es etwas Übung und Erfahrung mit dem Omnia Ofen, um das perfekte Ergebnis zu erlangen. Der Omnia Ofen ist nicht dafür ausgelegt Oberhitze zu generieren, weswegen die Gerichte eher von unten gebacken und knusprig werden, als von oben. Jedoch denke ich nicht, dass das einen Nachteil darstellt. 

Die kürzere Garzeit spart zudem Gas und auch der Abwasch ist schnell erledigt, sodass hier sogar Wasser gespart werden kann.

Alles in Allem macht es Spaß mit dem Omnia-Ofen zu arbeiten. Er ist effizient und absolut zufriedenstellend. Insbesondere im Hinblick auf den Preis ein wirklicher Gewinn für die Vanküche. Natürlich ist der Vorteil für solche Vanlifer ohne einen „normalen“ Ofen noch größer. Die Rezeptpalette und damit die kulinarische Freiheit werden enorm erweitert und bringen Abwechslung in die Vanküche.

Super Sache!

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1 Kommentar

  1. Doris Eggert
    16. Juni 2020 / 7:10 pm

    Wenn du dir jetzt noch ein Thermometer in den Deckel baust, ist der Omnia echt perfekt. Anleitungen gibt es im Netz …..

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