Ein kulinarischer Tag in München

Meine Reise in die Heimat für einen kurzen Zwischenstop brachte mich nach München. Natürlich musste ich anhalten, um ein paar kulinarische Entdeckungen zu machen.

Glücklicherweise war ich zuvor schon einige Male in München, sodass ich mir die kulturelle Seite sparen und mich auf kulinarische Highlights fokussieren konnte. Daher war ich sehr entspannt und begann meinen Tag ohne Zeitdruck im Hofbräuhaus, einem der ältesten Brauhäuser in München. Dort hatte ich (logischerweise) ein typisch bayrisches Frühstück mit Weißwurst, Brezn, süßen Senf und einem hellen Bier. Auch wenn ich mir der Ausdruck „kein Bier vor 4“ und seine Bedeutung bewusst ist, gehört ein Bier doch einfach zum typischen Frühstück dazu. Und es passt und schmeckt auch einfach. Ich genoss also mein deftiges Frühstück und lauschte dabei der bayrischen Blasmusik, welche im ehemaligen Brauhaus (welches heute der Gastbereich ist) live spielte. Perfekte Einstimmung, würde ich sagen! (Hofbräuhaus – Platzl 9, 80331 München).

Es dauerte nur wenige Gehminuten und ich war beim berühmten Viktualienmarkt in der Mitte der Stadt. Dieser existiert bereits seit 1807 und war eins nur ein kleiner Bauernmarkt. Heute ist es ein überdachter Markt auf 22.000 qm mit frischem Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Backwaren und vielem mehr, welcher täglich stattfindet. Es ist entspannend und interessant über den Markt zu schlendern und sowohl bayrische Spezialitäten als auch einige Delikatessen zu entdecken (ein Stand hatte zahlreiche frische Pilze jeglicher Art).

Das Stadtzentrum liegt in unmittelbarer Nähe und wer sich einen besseren Überblick über die Stadt oder Aussicht auf den Viktualienmarkt verschaffen möchte, kann den Glockenturm der Peterskirche direkt am Markt aufsteigen (Rindermarkt 1, 80331 München).

Ansonsten sind in der Innenstadt zahlreiche Spezialitätenläden zu erkunden, wie beispielsweise das „Dallmayr“-Haus, welches eines der berühmtesten Kaffeehäuser in Deutschland ist (https://www.dallmayr.com/de/) und seit 300 Jahren in Familienhänden ist. Es ist ein angenehmer Ort mit klassischem Kaffeehaus-Flair in dem man nicht nur Kaffee entdecken kann.

Weiterhin gibt es den bekannten „Käfer“-Laden (https://www.feinkost-kaefer.de/feinkostladen), welcher ein gehobener Delikatessenshop mit beeindruckender Auswahl ist. Dazu gehören 300 Sorten von Käse, 800 verschiedene Weine und 69 Sorten Mineralwasser. Es macht definitiv Freude dort einen Blick hineinzuwerfen.

Nachdem ich nun einen kleinen Fußmarsch hinter mir hatte, war es Zeit für einen entspannten (decaf) Kaffee. Ich wanderte zum „Café Bla“ (Lilienstraße 34, 81669 München) mit seinem angenehm schlichten und skandinavischem Design. Das Team hat ein umfassendes Wissen über Kaffee!

Das Kaffee liegt direkt um die Ecke von der Isar, sodass ich danach einen kleinen Spaziergang in der Spätsommersonne machte. Die Isar ist irgendwie die Lebensader von München – Menschen machen dort Sport, genießen die Sonne oder ein Picknick. Ein schöner Ort zum Entspannen! Ich genoss ein wenig die Atmosphere bevor ich mich auf den Weg zu „Wagners Juicery and health Food“ (Frauenhofer Straße 43, München) machte. Ein Ort der mit frischen Zutaten und gesunden Gerichten lockt. Ich hatte einen Pastasalat mit lauter frischem Gemüse und Pestodressing, welcher definitiv dem Konzept nachkam. Definitiv auch ein hipper Ort mit funky Musik und „wichtigen“ Leuten 🙂

Am Ende des Tages hatte ich eine Verabredung mit Franz von „Tilmans Biere“ (www.tilmansbiere.de). Franz ist einer von vieren, welche das Label nun seit 5 Jahren führen und erwartete mich in der Bar „Frisches Bier“ (Thalkirchner Str. 53, 80337 München). Dort wird an 14 Zapfhähnen frisches Bier (;-)) ausgeschenkt – unter anderem das Bier von Tilman. Das junge Brauereiteam stellt mittlerweile neun verschiedene Biere her und gastiert dabei in zwei verschiedenen Brauereien, um die Anlagen zu nutzen. Franz erklärte mir viel über verschiedene Brauverfahren, die verschiedenen Arten von Hopfen und ihre damit zusammenhängende Philosophie. Tilmans Biere versucht Biere zu brauen, welche zum einen für die Allgemeinheit sind aber zum anderen auch den kulinarischen Horizont erweiteren. Dazu gehören verschiedene Ales oder das Experimentieren mit anderen Hopfenarten (beispielsweise einem aus Amerika). Der Erfolg spricht für sich und auch ich kann nur bestätigen, dass die Biere allesamt wirklich gut sind. Da ich sehr gern verschiedene Biere probiere, war ich sehr gespannt auf ihre Produkte und testete mich durch immerhin 5 verschiedene an dem Abend – sie schmeckten allesamt! Darüber hinaus erzählt jede Sorte eine eigene Geschichte und wird von einem anderen Designer gestaltet. Mich hat das Konzept und der Geschmack definitiv überzeugt. Ich danke Franz für seine Zeit und seine Geduld im Beantworten meiner ganzen Fragen!

Später am Abend habe ich noch Frederike, ein weiteres Teammitglied von Tilmans Biere, kennengelernt und besuchte sie in der Bar „Geyerwally“ (Geyerstraße 17, München) – eine Bar aus 1957 mit noch dem gleichen authentischen Charme. Einfach ein schöner Abend mit interessanten Menschen und echt gutem Bier! Einmal wieder wurde mir bewusst, wie dankbar ich für meinen derzeitigen Lebensstil bin und dadurch Menschen sowie Geschichten kennenlerne, die mich einfach faszinieren. Es war wieder rundum ein toller Tag!

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