Über das Food Festival in Laknes / Lofoten

Ich hatte mich schon gewundert, warum denn alle Produzenten und Betreiber von Manufakturen so beschäftig sind und kein freies Zeitfenster für mich fanden. Als dann einer von ihnen auf das Food Festival verwies, wurde mir einiges klar. Diese Messe ist tatsächlich ein großes Eventa uf den Lofoten, bei dem alle Produzenten aus dem Norden Norwegens zusammen kommen. Natürlich musste ich dorthin!

Ich freute mich schon sehr auf das Event – zum einen, um endlich die Menschen hinter den Manufakturen kennenzulernen, die ich bereits rausgesucht hatte und zum anderen um noch andere Produkte aus der Region kennenzulernen.

Die Messe findet ein Mal im Jahr statt und vereint alle kleineren Erzeuger aus dem Norden Norwegens. Es findet in den „Lofothallen“ in Laknes statt und große Fahnen weisen bereits den Weg, wenn man in die kleine Stadt einfährt. Ich reihte mich also ein in den Besucherstrom, welcher vom Parkplatz zu der Messehalle führte.

Der erste Teil dieser Halle war abgetrennt für den Showbereich, welcher mit einer Bühne und vielen Sitzgelegenheiten sowie Fressständen ausgestattet war. In diesem Bereich wurden auch Manufakturen innerhalb eines Showprogramms vorgestellt und auch Preise verliehen.

Der zweite beherbergte dann die vielen verschiedenen Stände der lokalen Produzenten durch den ich mir langsam meinen Weg bahnte.

Schon der erste Stand animierte mich zum Stehenbleiben und ich lernte „Lofot Kyss“ kennen, welche gesunde und vollwertige Snacks vertreibt. Dabei legt sie wert auf die Natürlichkeit und Regionalität der Zutaten und erreicht damit einen ganz eigenen Geschmack mit guten Fetten, Eiweißen und Vitaminen. Sie ist überzeugt, dass Snacks auch gesund sowie langanhaltend sättigend sein können. Sie verbindet dabei Produkte der Region mit den Erzeugnissen des Meeres, wie Algen, Seespargel und Salz. Daher auch der Name – „Kuss der Lofoten“. (Mehr Info unter: www.lofotkyss.no).

Ich schaute also weiter und hielt an ein paar Ständen, welche typische Salami und Schinken aus der Region vertrieben. Jedoch wurde schnell klar, dass diese nur als Distributoren für größere Firmen agierten und wenig Hintergrundwissen zu den Produkten hatten. Es waren zwar typische Produkte aus dem Norden Norwegens jedoch nicht das, wonach ich suchte.

Daher war ich froh kurz danach wieder ein vertrautes Gesicht zu sehen – den Betreiber von „Keans Beans“ einer Kaffeerösterei, welche ich wenige Tage zuvor besucht hatte und nicht wusste, dass dieser auch auf der Messe sein wird. Ich ließ mich also beraten und einen frischen Kaffee mahlen (Natürlich nur zum verschenken, da ich selbst (leider) kein Koffein vertrage).

Danach wartete ein kleines Highlight – endlich konnte ich die Mädels von „Lofoten Sea Weed“ kennenlernen, mit welchen ich vorher schon in Kontakt war. Wie der Name schon sagt, vermarkten die beiden Produkte aus dem Meer – genauer gesagt Algen und Seetang, welcher wild wächst und im arktischen Gewässer um die Lofoten herum geerntet wird. Sie verarbeiten beides zu verschiedenen Gewürzen, Salzen und „Umami“ (aus Asien, 5. Geschmacksrichtung neben salzig/süß/sauer/bitter).„Lofoten Seaweed“ wurde von zwei Mädels gegründet – Tamara und Angelita – welche ich auf der Messe auch kennenlernen durfte. Beide super freundlich und so überzeugt vom eigenen Produkt, dass es sofort ansteckte! Selbst die Mutter von Tamara war anwesend, welche den Weg zu ihren Produkten durch das enorme Wissen über die asiatische Küche ebnete. Obwohl sie „Lofoten Seaweed“ erst in 2016 gegründet haben, konnten sie schon unzählige Preise und viele Kunden gewinnen. Der Grund liegt mit Sicherheit an dem stimmigen Konzept sowie der Kombination aus Tradition, Superfood und Regionalität. Ich bind definitive begeistert von ihren Produkten und denke bereits über Rezeptideen nach. (Mehr Info unter: www.lofotenseaweed.no).

Nach diesem Treffen bemerkte ich einige Besucher mit Tüten von „mimi“, sodass ich mich auf die Suche nach dem Stand mit den offensichtlich begehrten Produkten machte. Schnell fand ich den Stand und die dazugehörigen Produkte. „Mimi“ bedeutet so viel wie „Omi“ auf norwegisch. Verkauft werden verschiedene Senfsorten und Fischsaucen, welche immer noch nach dem Rezept der Großmutter zubereitet werden (daher der Name), welche bereits 1950 die Soßen verkaufte. Ich probierte einige der Soßen und insbesondere in Kombination mit Räucherlachs waren diese einfach köstlich (Mehr Infos: Mimi Sennepssaus www.arcticmustard.no).

Ich beendete meinen Besuch mit dem Stand der Käserei „Lofoten Gardsysteri“, welche verschiedene Käsesorten aus Ziegenmilch herstellen. Ich erzählte mit Hugo und Meg, den beiden Betreibern, und erfuhr mehr über ihre Farm sowie ihre Käsesorten. Die neuste Innovation: Haloumni! Ich hatte tolle Gespräche und war am meisten von ihrem jüngsten Ziegenkäse (3 Monate) angetan, welcher sehr mild und einfach nach Sommer schmeckte (Mehr Info: www.lofoten-gardsysteri.no).

Vollgepackt mit lauter Leckereien machte ich mich also auf den Weg zurück zu Spencer. Ich war sehr zufrieden all die lieben Menschen kennengelernt zu haben, welche mit so viel Passion hinter ihren Produkten stehen. Das ist das, was ich an meiner Reise so sehr liebe. Lieben Dank an euch alle!

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